

Was ist HPP?
HPP steht für High Pressure Processing – auf Deutsch: Hochdruckbehandlung. Dieses Verfahren nutzt reinen Wasserdruck, um Lebensmittel haltbar zu machen – ganz ohne Hitze oder Zusatzstoffe. So bleiben Geschmack, Vitamine und Farbe erhalten – und das Produkt bleibt länger frisch und sicher.
Wie läuft das Verfahren ab?
Auch, wenn die für das HPP-Verfahren erforderliche Anlage Hightech pur ist, so ist die prinzipielle Funktionsweise dafür relativ leicht verständlich. Im Wesentlichen besteht eine HPP-Anlage aus einem extrem robusten Stahlkessel.
Kurz gesagt:
HPP nutzt Druck statt Hitze – für natürliche Haltbarkeit und volle Frische.
1.
Maschine wird beladen
Beim Konservierungsprozess werden die in eine flexible, wasserdichte und druckfeste Verpackung gefüllten Produkte in offene Kunststoff-Schlitten geladen. Die Schlitten werden dann über ein Förderband in den Druckkessel gefahren.

2.
Tank füllt sich mit wasser
In wenigen Sekunden wird die Anlage mit wiederverwendetem Wasser befüllt und verschlossen.

3.
Hochdruck Prozess beginnt
Mehrere Hochleistungspumpen erhöhen in wenigen Minuten den Druck im Kessel der HPP-Anlage auf erstaunliche 6.000 Bar. Dies entspricht dem 6-fachen des Drucks im Marianengraben oder dem Druck eines Tankschiffes, das auf einem Handydisplay lastet.

4.
Druckabbau & Entladung
Nach ca. 5 Minuten lässt die Anlage den Druck automatisch ab und fährt die Schlitten selbständig aus der Anlage. Die behandelten Produkte sind gekühlt nun um ein Vielfaches länger haltbar, als vor der Behandlung.

HPP inaktiviert Bakterien durch hohen Druck
Im Prozess der Hochdruckpasteurisierung mittels 6.000 Bar werden selbst hochgefährliche Keime wie Listerien, E.Coli und Salmonellen zerstört. Das Risiko der nachträglichen Lebensmittelkontamination wird erheblich minimiert. Auf ein Erhitzen kann im HPP-Verfahren verzichtet werden.
